Nachhaltiges Wassermanagement auf der Golfanlage Meggen
Beim Bau der 9-Loch und 6-Loch-Anlage wurden fünf Teiche gebaut und bestehende, sehr alte Quellwasserleitungen erneuert und somit akribisch darauf geachtet, möglichst viel Wasser speichern zu können.
Seit der Eröffnung der Golfanlage Meggen wird die Sport- und Freizeitanlage unabhängig vom öffentlichen Trinkwassernetz bewässert. Eine Ausnahme bildete der Sommer 2017, in dem für die Erstansaat der Spielflächen einmalig 6'000 Kubikmeter Wasser aus dem öffentlichen Netz bezogen werden mussten. Um eine langfristige Eigenversorgung zu ermöglichen, wurden beim Bau der 9-Loch- und 6-Loch-Anlage fünf Teiche angelegt und alte Quellwasserleitungen saniert. Ziel war es, die natürlichen Speicherkapazitäten vor Ort optimal zu nutzen.
Die Weiher
Sie erfüllen eine Doppelfunktion: Zum Einen dienen sie dem Wassermanagement und zum Anderen bieten gleichzeitig wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna. Da einige dieser Gewässer direkt in die Spielbahnen integriert sind, bleiben sie manchen Besuchenden verborgen. Deshalb stellen wir Ihnen die Weiher hier gerne mit einigen Bildern vor.
Je nach Lage im Spiel- und Pflegebereich variiert die Breite der Uferzonen, was zu unterschiedlichen Lebensräumen führt. Fachleute konnten in den feuchten Uferbereichen je nach Weiher zwischen drei und 22 verschiedene Pflanzenarten dokumentieren. Während die Weiher 1 und 2 primär als Wasserreservoir für Trockenperioden dienen, fungieren die Weiher 3 bis 5 als spielerische Hindernisse und gleichzeitig als wichtige Retentionsmulden bei Starkregen.
Das Wasserkonzept basiert auf einem durchdachten Kreislauf
Drainageleitungen im Boden leiten das Regenwasser direkt in die Speicherseen, von wo aus es wieder für die Bewässerung genutzt wird. Zudem wird das Oberflächenwasser der asphaltierten Flächen rund um den Werkhof in einem ehemaligen Jauchensilo gesammelt, der seit dem Bau als zusätzlicher Speicher dient.
Auch das Waschwasser der Golfmaschinen wird über ein Absetzbecken dorthin geleitet und anschliessend in den Hauptspeichersee gepumpt. Die damaligen Investitionen in dieses System haben sich aus ökologischer und betrieblicher Sicht bewährt.














